Über uns
Mission & Werte
Die Schreibstube ist mehr als ein Ort für Texte – sie ist ein Ort der Unterstützung, des Zuhörens und des Vertrauens. Hier erhalten Menschen Hilfe, wenn Worte fehlen, Unsicherheit überwiegt oder wichtige Anliegen nicht allein formuliert werden können. Mit Geduld, Verständnis und echtem Interesse wird gemeinsam daran gearbeitet, Gedanken in klare und wirkungsvolle Worte zu fassen.
Im Zentrum steht der Wunsch, Menschen zu stärken: ihnen Mut zu geben, ihre Stimme zu finden und ihre Anliegen selbstbewusst auszudrücken – sei es bei einer Bewerbung, einem Brief an Behörden oder im Alltag. Jeder Text wird dabei zu einer Chance, gehört zu werden und neue Türen zu öffnen.
Die Werte der Schreibstube sind geprägt von Respekt, Offenheit und echter Hilfsbereitschaft. Begegnungen finden auf Augenhöhe statt, getragen von Vertrauen und Menschlichkeit. So entsteht ein geschützter Raum, in dem Entwicklung möglich wird – und aus Unsicherheit Schritt für Schritt Selbstvertrauen wächst.
Geschichte der Schreibstube
Die Schreibstube hat ihren Ursprung im Jahr 1993. In einer Zeit, in der beide ohne Arbeit waren, gründeten Rudolf Henes und Elisabeth Sanitz die IGA (Interessengemeinschaft für Arbeit und Arbeitslose) – und damit die erste Schreibstube.
Im ehemaligen kantonalen Labor an der Hohlenbaumstrasse, das ihnen vom Kanton kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, entstand ein Ort mit einer klaren Idee: Stellensuchenden Struktur im Alltag zu geben und sie in einer herausfordernden Lebensphase zu unterstützen.
Ein Ort der Begegnung und Unterstützung
Von Beginn an war die Schreibstube mehr als nur ein Arbeitsplatz. Sie bot sinnvolle Beschäftigung, förderte den Austausch und wurde schnell zu einem geschätzten Treffpunkt. Menschen fanden hier nicht nur Hilfe, sondern auch Gemeinschaft und neue Perspektiven für ihren Alltag.
Ein Einschnitt – und ein Neuanfang
Nach sieben Jahren wurde die Schreibwerkstatt unter der Leitung von Stadtrat Kurt Schönenberger als Präsident innerhalb kurzer Zeit aufgelöst. Grund dafür war die verbesserte wirtschaftliche Lage. Doch dieser Entscheid stiess nicht bei allen auf Verständnis – denn die Nachfrage nach dem Angebot war nach wie vor gross.
Aus diesem Bedürfnis heraus gründeten Rudolf Henes, Jakob Koch und Ernst Sulzberger im Oktober 2000 den Verein VETS (Verein Erwerbslosen Treffpunkt Schaffhausen). Alle drei hatten sich zuvor über längere Zeit ehrenamtlich im IGA-Treff engagiert.
Die heutige Schreibstube entsteht
In einem kleinen Büro der Gewerkschaft Syna an der Emmersbergstrasse 1 nahm die heutige Schreibstube ihren Anfang. Pfarrer Hans Guldenmann stellte sich als erster Präsident zur Verfügung.
Von Anfang an setzte man auf ein klares und tragfähiges Konzept:
An vier Terminen pro Woche stehen Arbeitssuchenden zwölf Arbeitsplätze zur Verfügung, begleitet von einem engagierten Helferteam. Dieses Prinzip hat sich bewährt – und gilt bis heute.
Auch Menschen mit geringen Deutschkenntnissen erhalten Unterstützung, unter anderem durch den Einsatz gängiger Übersetzungsapps.
Wachstum und Weiterentwicklung
Die steigende Nachfrage zeigte rasch Wirkung: Bereits nach zwei Jahren wurde ein Umzug notwendig. Seither befindet sich die Schreibstube in ihren heutigen Räumlichkeiten im vierten Stock.
Ein weiterer Schritt in der Entwicklung folgte im Jahr 2021: Mit der Namensänderung zur «Schreibstube Schaffhausen» erhielt das Angebot auch nach aussen eine klare und zeitgemässe Identität.
Prix Benevol Schaffhausen 2008 geht an die "Schreibstube"
Der Kanton Schaffhausen verleiht regelmässig den mit CHF 5’000 dotierten Prix Benevol zur Förderung der Freiwilligenarbeit.
Ausgezeichnet werden besondere freiwillige Leistungen in Bereichen wie Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur, Sport, Umwelt und Freizeit. Gesucht sind innovative Projekte mit Vorbildcharakter von Organisationen und Gruppen aus dem Kanton. Voraussetzung ist ein langfristiges, unbezahltes Engagement.
2008 ging der Preis an den Verein Erwerbslosentreffpunkt Schaffhausen (VETS) für die „Schreibstube“. Das Projekt unterstützt Erwerbslose u. a. bei Formularen, Bewerbungen und Computerarbeiten. Die Verleihung fand am 5. Dezember im Rahmen des UNO-Tags der Freiwilligen statt; ausgezeichnet wurde der VETS aus 14 Bewerbungen durch Regierungsrätin Ursula Hafner.
Vorstand
Präsident
Vizepräsidentin
Administration/Finanzen
Team
Christine Barmettler
Peter Brütsch
Renée Harzenmoser
Kurt Hatt
Sonja Hui
Anton Keller
Judith Müller
Irène Reichmuth
Doris Ruckstuhl
Helgrid Schofiled
Vere Schofield
Benno Sigg
Patric Studer
Trägerschaft / Partner
Die Schreibstube wird von einem engagierten Verein getragen, der sich für niederschwellige Unterstützung und für die Einbindung in die Gesellschaft einsetzt. Die Trägerschaft übernimmt dabei die organisatorische und inhaltliche Verantwortung und sorgt mit Spenden, Zuwendungen und Mitgliederbeiträgen dafür, dass das Angebot langfristig bestehen kann.
Unterstützt wird die Schreibstube durch verschiedene Partner aus dem sozialen und institutionellen Umfeld. Dazu gehören unter anderem öffentliche Stellen, soziale Organisationen sowie engagierte Einzelpersonen. Sie tragen mit finanziellen Beiträgen, Infrastruktur oder persönlichem Einsatz dazu bei, dass das Angebot für die Nutzerinnen und Nutzer möglichst unkompliziert und kostenlos zugänglich bleibt.
Diese Zusammenarbeit bildet die Grundlage für ein stabiles Netzwerk, das Menschen im Alltag unterstützt und ihnen den Zugang zu wichtigen Ressourcen erleichtert.
Mitglied werden
Auch mit einer Mitgliedschaft unterstützen Sie unseren Verein und bezeugen damit Ihre Solidarität und Sympathie.
Der Mitgliederbeitrag beträgt pro Jahr:
- für Einzelmitglieder CHF 20.00
- für Paare und Mitglieder im selben Haushalt: CHF 30.00
- für Kollektivmitglieder CHF 50.00
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Hinweis: Spenden sind abzugsberechtigt bei den Steuern
Am 10. Juni 2021 hat die kantonale Steuerverwaltung verfügt: Die Schreibstube Schaffhausen ist steuerbefreit (Kantons- und Gemeindesteuern und direkte Bundessteuer) und deshalb können Spenden bei den Steuern aufgelistet werden.